Das sehr nasse und unbeständige Wetter habe Wirten und Brauereien oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gerade während der Fussball-Europameisterschaft seien viele Public-Viewing-Events, Biergarten-Besuche und Gartenpartys ins Wasser gefallen. «Sicher hätten noch zwei weitere Spiele der deutschen Mannschaft dem Bierabsatz gutgetan», sagte Eichele.
Aktuell stehe die deutsche Brauwirtschaft bei minus ein Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahr 2023. 2023 verkauften die Brauereien insgesamt rund neun Milliarden Liter Bier und alkoholfreie Varianten. Der Verband erwartet ein durchwachsenes Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Brauwirtschaft sei «leider noch immer weit vom Vor-Corona-Niveau entfernt». Gründe seien auch das schlechte Konsumklima und die Alterung der Gesellschaft.
Eine Erfolgsgeschichte bleibt das alkoholfreie Bier. Kein anderes Segment legte in den letzten zehn Jahren so stark zu. Seit 2007 hat sich die Produktion alkoholfreier Biersorten in Deutschland auf 665 Millionen Liter im Jahr 2023 mehr als verdoppelt. 2024 erreichten alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke einen Marktanteil von neun Prozent.
Traditionsreiche Braustätten haben inzwischen zu modernen Getränkefirmen mit wachsendem Portfolio entwickelt. Im Angebot haben sie auch Limonaden, Mineralwasser, Schorlen und Energy Drinks. Der Ausblick der Brauwirtschaft auf das 2025 ist laut Eichele «verhalten optimistisch».