«Wir arbeiten daran», sagte Christopher Rohrer in dem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Er leitet die Direktion «Nachhaltigkeit und Wirtschaftspolitik», die beim Migros-Genossenschafts-Bund angesiedelt ist. Bei Labelprodukten wie Bio Suisse oder IP Suisse stehe Migros bei einem Konzernumsatz von etwa 26 Prozent, heruntergebrochen auf die Supermärkte bei etwa 30 Prozent, sagte Rohrer.

Die Migros sei mit ihren Mindestanforderungen, etwa bei der Verwendung von Risikorohstoffen wie Kaffeebohnen, bei fairen Arbeitsbedingungen und dem Schutz von gefährdeten Tierarten im Branchenschnitt bereits nachhaltig, sagte er.

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Neben dem im vergangenen Jahr eingeleiteten Konzernumbau hat die Migros auch ihre Nachhaltigkeitsstrategie überarbeitet, wie sie am Dienstag kommunizierte. Bis Ende des Jahres sollen die Lieferketten komplett entwaldungsfrei sein, nannte Rohrer ein Beispiel.

Konsumenten auch in der Verantwortung

Die Migros will zudem bis 2030 bei Eigenmarkenprodukten vollständig über deren Auswirkungen aufs Klima informieren, wie aus der Strategie und dem Interview hervorging. Als Abschiebung der Verantwortung will das Rohrer nicht verstanden wissen. «Wir finden aber, die Konsumenten und alle anderen Akteure müssen auch einen Teil der Verantwortung übernehmen», sagte Rohrer zu Tamedia.

Die Migros will weiterhin bis 2050 die Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Netto-Null senken. Die sogenannte Strategie 2030 ist den Angaben zufolge neu verbindlich für alle Unternehmen der Gruppe. Was das für diese genau bedeutet, arbeitet die Migros in den kommenden Monaten aus.