Auch seine europäischen Pendants gaben erneut nach, nachdem sich der Abverkauf bereits in Asien fortgesetzt hatte. Mit seinen Zollplänen vom Mittwochabend habe US-Präsident Donald Trump den Handelskonflikt auf eine neue Eskalationsstufe gehoben, hiess es im Handel.

«Die Weltwirtschaft ist in einen dunklen Tunnel eingetreten - keiner weiss, wie es weitergeht», beschrieb eine Händlerin die aktuelle Stimmung. Zölle seien Sand im Getriebe der Weltwirtschaft, welche das Leben aller verteuern, schrieben die Experten von Allianz Global Investors. Im Handelsverlauf dürfte lediglich der US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag das Zeug haben, Investoren kurzzeitig abzulenken.

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Der Leitindex SMI verlor gegen 9.20 Uhr 1,16 Prozent. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fiel um 1,15 Prozent und der breite SPI um 0,99 Prozent.

Auch Banken-Titel leiden

Nach Ansicht von Händlern dürfte am Markt vor allem weiter differenziert werden zwischen den einzelnen Branchen, und wie stark sich die US-Zölle auf die Gewinne der jeweiligen Unternehmen auswirken werden. «Der massive Trend zu Aktien mit hauptsächlichem Binnenmarktengagement dürfte sich weiter fortsetzen.»

Grösste Verlierer sind die beiden Finanzwerte UBS (-2,9 Prozent) und Julius Bär (-2,5 Prozent). Sie hatten bereits am Vortag gelitten. Die aktuellen Marktentwicklungen drücken auf die Marktzinsen. Dies ist generell eher von Nachteil für die Zinseinkünfte der Banken.

Daneben gaben Gesundheitswerte auf breiter Front nach. Sandoz, Novartis, Alcon, Straumann, Lonza Roche und Sonova verloren bis zu 2,4 Prozent. Hier verwiesen Händler auf Berichte, wonach Trump nun doch über Zölle auf Pharmazeutika nachdenkt. Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob pharmazeutische Produkte verschont würden, was die Papiere etwa von Lonza oder Novartis am Donnerstag gestützt hatte.