Vor Steuern verdiente die Landesbank knapp 1,6 Milliarden Euro, verglichen mit gut 1,4 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, hiess es in einer Mitteilung am Mittwoch auf Basis von vorläufigen Zahlen. Zugleich kletterte die Risikovorsorge von 180 Millionen Euro auf 491 Millionen Euro.

«Bei der BayernLB wurde Risikovorsorge vor allem im Geschäftsfeld Immobilien gebildet, was im Wesentlichen auf Einzelfälle bei Projektentwicklungen in Deutschland und Bestandsbüroimmobilien in den USA zurückzuführen ist», erklärte der Konzern. Bei der Berliner Tochter DKB gab es Zuführungen sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden. Die NPL-Quote, die den Anteil notleidender Kredite am Gesamtkreditvolumen abbildet, erhöhte sich dadurch von 0,9% auf 1,2%.

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Allmähliche Entspannung im Immobiliengeschäft

Schon 2023 hatte das Immobiliengeschäft die BayernLB belastet. Die Märkte weltweit waren wegen steigender Finanzierungskosten und sinkender Bewertungen unter Druck geraten. Inzwischen zeichnet sich aber eine Entspannung ab. Bei den Büropreisen in Deutschland geht es zum Beispiel wieder bergauf, wie Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken zeigen.

Wie sich die Risikovorsorge im abgelaufenen Geschäftsjahr genau verteilt hat, blieb am Mittwoch zunächst unklar. Details will die BayernLB erst im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz am 11. April verkünden.

Bereits am Dienstag hat die DZ Bank ihre Zahlen für 2024 vorgelegt und dabei ebenfalls trotz deutlich höherer Risikovorsorge einen Rekordgewinn berichtet. Hier standen nicht Immobilien im Vordergrund, sondern Rückstellungen für das Engagement beim angeschlagenen Agrarhandelskonzern Baywa. (Reuters/hzb/pg)