Auch befürchtet der Bundesrat in seiner Mitteilung vom Donnerstag, dass Gegenmassnahmen seitens der Schweiz mit Kosten für die Schweizer Volkswirtschaft verbunden wären. Es wäre namentlich mit einer Verteuerung von Importen aus den USA zu rechnen.
Gemäss Ankündigung sollen gegen alle Schweizer Güterexporte 31 oder 32 Prozent Zölle beim Import in die USA fällig werden. Damit sei die Schweiz im Vergleich zu anderen US-Handelspartnern mit ähnlicher Wirtschaftsstruktur mit besonders hohen Zusatzzöllen konfrontiert.
Schweizer Exporte werden voraussichtlich ab Samstag (5. April) mit Zusatzzöllen von 10 Prozent und ab Mittwoch (9. April) mit weiteren 21 Prozent belastet. «Die Berechnungen der US-Regierung sind für den Bundesrat nicht nachvollziehbar», hiess es in der Mitteilung.
Von den zusätzlichen Zöllen sind nach Angaben des Bundesrats wichtige Exportprodukte wie Maschinen, Uhren und landwirtschaftliche Güter wie Kaffeekapseln, Energydrinks, Käse und Schokolade betroffen. Für Exporte der Pharmaindustrie dagegen sind gegenwärtig keine Zusatzzölle vorgesehen.
Der Bundesrat will die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Massnahmen und deren Auswirkungen auf die Schweiz nun vertieft analysieren. Er steht im Kontakt mit den betroffenen Branchen sowie den US-Behörden.