Die Linie heisst «Nice to Save Food», wie Coop am Freitag mitteilte. Die Eigenmarke nutze Zutaten aus sogenannten Nebenströmen, die in der Lebensmittelproduktion anfallen. Das sind zum Beispiel Okara oder Haferkleie, die bei der Herstellung von Tofu oder Sojamilch entstehen.
Diese Zutaten haben viele Nährwerte und Fasern, werden heute aber nicht als Lebensmittel, sondern beispielsweise als Tierfutter verwendet. Das will Coop nun ändern.
Zusammenarbeit mit Betty Bossi
Die Linie, die in Zusammenarbeit mit der Kult-Rezeptmarke Betty Bossi entwickelt wurde, startet mit einem Bio-Okara, das als Fleischersatz verwendet werden kann.
«Das Sortiment der neuen Eigenmarke wird laufend mit neuen Artikeln erweitert, demnächst mit der Schokolade Milky & Dark Fusion, die aus Nebenströmen der Schokoladenproduktion hergestellt wird», heisst es weiter.
Zum Start der neuen Linie bieten die Coop Restaurants in der ersten Märzwoche zudem eine vegane Bolognese aus Biertreber, einem Nebenprodukt der Bierproduktion, an. Damit will Coop zeigen, dass vermeintliche Lebensmittelabfälle gut schmecken können.
Im Bereich der Nebenströme arbeitet der Detailhändler auch mit den Schweizer Start-ups Proseed und Upgrain zusammen, wie eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP sagt. Die vegane Bolognese aus Biertreber basiert etwa auf einem Produkt von Upgrain.