Der Markt für Smartwatches wird sich innert wenigen Jahren verdoppeln. Das zeigt eine neue Studie des Analysehauses CSS Insight. Werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 43 Millionen intelligente Uhren weltweit verkauft, dürfte dieser Wert im Jahr 2021 doppelt so hoch sein. Diese Prognose wagt CSS Insight aufgrund von zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der Industrie und ihren Zulieferern.
Für CSS-Insight-Analyst George Jijiashvili ist klar: Die Apple Watch war der Wegbereiter für die Smartwatch-Industrie. «Ihr Erfolg brachte die traditionellen Hersteller dazu, in den Markt einzusteigen. Fossil, Guess Watches und TAG Heuer gehörten zu den ersten, welche diese Chance wahrnahmen.» Eine andere Studie der Researchfirma IDC kam jüngst zum Schluss, der Markt für Smartwatches werde in den kommenden vier Jahren sogar mehr als verdoppeln.
Apple und Samsung setzen auf Fitness-Funktionen
Die optimistischen Prognosen dürfte viele Schweizer Uhrenbauer freuen: Die Branche setzt immer stärker auf die smarten Zeitmesser. Erst in der vergangenen Woche präsentierte Tag-Heuer-Chef Jean-Claude Biver sein neues Modell Connedcted Modular 45. Bei der neuen Uhr können digitale Technik und mechanisches Uhrwerk nach Belieben ausgetauscht werden (siehe Bildergalerie oben).
Auf dem Vormarsch sind gemäss der neuen CSS-Studie auch Fitnessuhren von Herstellern wie Garmin, TomTom, Polar und Suunto. Diese Entwicklung hätten auch Techkonzerne wie Apple und Samsung erkannt, so Jijiashvili. Sie würden deshalb selbst immer mehr Fitness-Funktionen in ihre Smartwatches einbauen.
«Smartwatch-Hersteller sind auch wegen der Stagnation bei den normalen Fitness-Armbändern optimistisch für ihre Branche», sagt Jijiashvili. Doch das grösste Segment ist ein anderes: Laut CSS Insight dienen die meisten verkauften Smartwatches dazu, dass Eltern ihre Kinder tracken können. Und dies, obwohl das Phänomen hauptsächlich auf China beschränkt ist.
Welche Funktionen den Wert einer Luxusuhr bestimmen, sehen Sie in der Bildergalerie unten: