Bevor Andrea Orcel Ende September 2018 seinen Wechsel von der UBS zur spanischen Santander verkündete, wollte ihn der UBS-Verwaltungsrat unbedingt halten.
Wie BILANZ in der neusten Ausgabe berichtet, machte der Verwaltungsrat seinem damaligen Investmentbanking-Chef eine Gegenofferte: Erweiterung der Kompetenzen und klare Positionierung als Nummer zwei hinter CEO Sergio Ermotti. Orcel entschied sich trotzdem für Santander.
Klage gegen Santander-Chefin
Die UBS zeigte daraufhin kein Entgegenkommen: Orcels Vergütungsansprüche in der Höhe von fast 50 Millionen Euro blieben gesperrt, die Kündigungsfrist von sechs Monaten wurde nicht verkürzt.
Santander-Chefin Ana Botìn liess den Deal mit Orcel im Januar platzen, jetzt verklagt der Ex-UBS-Mann sie in Madrid. Details der Klage sollen im Juni bekannt werden.