Hat der Markt tatsächlich immer recht? Sollte man im Mai wirklich verkaufen? Drei Investprofis nehmen beliebte Börsenwahrheiten unter die Lupe.
- Kapitel 1Wie funktioniert der Check?
- Kapitel 2«Der Trend ist dein Freund.»
- Kapitel 3«Greife nie in ein fallendes Messer.»
- Kapitel 4«Verkaufe im Mai und gehe weg.»
- Kapitel 5«Hin und her macht Taschen leer.»
- Kapitel 6«Kaufe bei schlechten, verkaufe bei guten Nachrichten.»
- Kapitel 7«Der Markt hat immer recht.»
- Kapitel 8«Nicht alle Eier in einen Korb legen.»
- Kapitel 9«Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen.»
- Kapitel 10«Wenn du die Hitze nicht aushältst, bleib von der Küche fern.»
- Kapitel 11«Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten.»
Wer in Aktien investiert, wird immer wieder vor Entscheidungen gestellt. Wie viele verschiedene Titel soll man kaufen und aus welchen Branchen? Welche Risiken kann man eingehen – und bei welchen schläft man schlecht?
Fährt man besser, wenn man solide Aktien ungeachtet ihrer derzeitigen Bewertungen kauft oder doch besser solche, die als Schnäppchen erscheinen? Soll man bei Marktbewegungen reagieren und beginnen, das Portfolio umzuschichten?
Um Antworten zu erhalten, bieten sich Börsensprüche respektive Börsenregeln an. Es sind Weisheiten, die in kurze Sätze verpackt sind und die sich bei Investments angeblich bewährt haben. Doch Achtung: Mit den Börsenregeln ist es ein wenig wie mit den Bauernregeln: Sie gelten nicht in jeder Situation – und manchmal scheinen sie sich sogar diametral zu widersprechen.
Zehn beliebte Börsenwahrheiten
So ist zum Beispiel der Spruch «Kaufe bei schlechten Nachrichten, verkaufe bei guten Nachrichten» nur schwer mit «Der Trend ist dein Freund» in Übereinstimmung zu bringen. Es kommt darum oft auf die Situation an, ob eine Börsenregel hilfreich ist oder nicht.
In der Überzeugung, dass Börsenweisheiten trotz Einschränkungen ihre Berechtigung haben, stellt die «Handelszeitung» hier zehn der gängigsten vor.
Drei Investmentprofis schätzen jeweils ein, was diese wert sind: Timo Dainese ist Gründer und geschäftsführender Partner der Zugerberg Finanz AG, einer der grössten unabhängigen Vermögensverwaltungen der Schweiz. Gregory Hung ist Chief Investment Officer bei The Singularity Group, einem unabhängiger Research-Spezialist und Anlageberater. Thomas Heller ist Chief Investment Officer und Leiter Research bei der Schwyzer Kantonalbank.